Zwei große Umbrüche gelten als wesentliche Impulse für die Entstehung der Sozialwissenschaften : die Französische Revolution und die Industrielle Revolution. Beide veränderten die europäische Kultur so tiefgreifend, dass die Denkenden des 18. und 19. Jahrhunderts sich mit ihnen auseinandersetzen mussten. Die Französische Revolution erschütterte die feudale Ordnung; Begriffe wie Reichtum, Autorität, Status und Souveränität mussten neu bestimmt werden. Zugleich veränderte die Industrialisierung die Produktionsweise und damit die gesamte gesellschaftliche Organisation. In dieser Zeit verzweigte sich die Philosophie in zahlreiche wissenschaftliche Disziplinen. Der Bedarf an Spezialisierung und Differenzierung des Wissens war groß.
Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts hatten sich zentrale Vorstellungen der Wirtschaftswissenschaft, Politikwissenschaft, Anthropologie und Soziologie herausgebildet. Ende des 19. Jahrhunderts waren die Sozialwissenschaften bereits weitgehend als eigenständige Disziplinen etabliert. Das 20. Jahrhundert lässt sich daher – neben vielen anderen Entwicklungen – auch als Zeitalter der Sozialwissenschaften verstehen.
Heute ist der gesellschaftliche Kontext in nahezu jedem Wissenschaftsbereich von Bedeutung. Zugleich hat die Aufteilung ganzheitlicher philosophischer Systeme die Distanz zwischen den Disziplinen vergrößert. Die Gesamtheit wissenschaftlicher Arbeit ist für den einzelnen Menschen kaum noch überschaubar. Mit dem World Wide Web erleben wir jedoch einen weiteren grundlegenden Wandel: Soziale Netzwerke, Suchmaschinen, cloudbasierte Datenspeicher, nahezu unmittelbare Informationsübertragung, leistungsfähige Rechenverfahren und umfangreiche statistische Auswertungen eröffnen neue Möglichkeiten, Disziplinen wieder miteinander zu verbinden. Kulturelle, informationelle und wirtschaftliche Verflechtungen haben ein bislang unbekanntes Ausmaß erreicht. Umso wichtiger wird es, wissenschaftliches Wissen erneut zusammenzuführen. Es ist eine Zeit interdisziplinärer und multidisziplinärer Forschung.
ZIELE DER ISCSS

Die SWS International Scientific Conference on Social Sciences (ISCSS) verfolgt das Ziel, führende internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammenzubringen, um Erfahrungen und Forschungsergebnisse aus allen Bereichen der heutigen Sozialwissenschaften auszutauschen. Unterschiedliche Perspektiven, Ansätze und Forschungsmethoden bilden die Grundlage einer hochwertigen interdisziplinären Plattform, die wissenschaftliche Fortschritte über einzelne Fachgrenzen hinaus ermöglicht.
FACHGEBIETE DER ISCSS
Das Themenspektrum der SWS International Scientific Conference on Social Sciences (ISCSS) umfasst eine breite Auswahl an Vorträgen, Studien und Forschungsbeiträgen aus den zentralen Disziplinen der Sozialwissenschaften. Im Mittelpunkt stehen menschliches Verhalten und Gesellschaft: Politikwissenschaft, Rechtswissenschaft, Wirtschafts- und Finanzwissenschaft, Anthropologie, Psychologie, Soziologie, Bildungswissenschaft, Medienwissenschaft, Bibliothekswissenschaft, Humangeografie, digitale Transformation, Gesundheitswesen sowie Stadtforschung, Planung und Entwicklung.
Alle eingereichten Manuskripte durchlaufen ein Double-Blind-Peer-Review-Verfahren mit zwei oder drei unabhängigen Gutachterinnen oder Gutachtern nach strengen, eigens für die Konferenz festgelegten Kriterien. Dies gewährleistet ein unabhängiges und transparentes Verfahren zwischen Autorinnen und Autoren sowie Gutachterinnen und Gutachtern. Über die Annahme oder Ablehnung eingereichter Manuskripte entscheidet ausschließlich das SWS International Scientific Committee. Eine Annahme Ihres Beitrags kann nicht garantiert werden; sie richtet sich nach den Bewertungen der unabhängigen Gutachterinnen und Gutachter (Mehr erfahren)